Mehltau

Mehltau? Sporen verwirren mit Algenkalk

Mit einem komplett anderen Trick verwirrt Algenkalk die lästigen Mehltaupilze. Das biologische Produkt hat einen derart hohen pH-Wert, dass die Pilzsporen gar nicht erst keimen. Eingesetzt wird die ökologische Pflanzenstärkung mittels Pulverzerstäuber – sobald Sie die ersten Symptome erkennen. Algenkalk muss bei erstmaliger Anwendung mit Wasser verdünnt werden. Erhältlich ist das Düngemittel in gut sortierten Gartencentern.
Wichtig: Säureliebende Pflanzen wie Azaleen oder Rhododendron sollten nicht mit Algenkalk behandelt werden. Sie brauchen einen möglichst sauren Boden.

Mehltau bekämpfen mit Knoblauchsud

Was haben der Mehltaupilz und Vampire gemeinsam? Genau. Sie können Knoblauch auf den Tod nicht ausstehen. Die scharfe Knolle enthält neben zahlreichen Schwefelverbindungen auch ätherische Öle. Für manch einen mag es Verschwendung sein, doch Knoblauch hat sich als probates Mittel gegen diverse Pflanzenschädlinge bewährt. Ein richtig angesetzter Knoblauchsud wirkt unter anderem auch gegen den Befall mit Falschem Mehltau. Übergießen Sie dafür eine Handvoll Knoblauchzehen mit kochendem Wasser und lassen Sie das Ganze eine Weile ziehen und abkühlen. Anschließend sammeln Sie die Stück aus der Mixtur, fertig. Besprühen Sie befallene Pflanzen drei Mal wöchentlich mit dem fertigen Sud.

(Acker)-Schachtelhalmjauche

Womit wir bei einem probaten und noch dazu sehr günstigen Hausrezept gegen den auf Blattunterseiten wachsenden Falschen Mehltaupilz wären. Die Zubereitung ist zugegeben etwas aufwendig, das Gebräu dafür aber umso wirkungsvoller. Der Sud aus Ackerschachtelhalm und Wasser enthält kratzende Kieselsäure. Um sich dagegen zu wehren, verstärken die behandelten Pflanzen ihre oberste Zellschicht und schützen sich zugleich vor den gefürchteten Pilzsporen des Falschen Mehltaus. Denn die müssen sich nun deutlich mehr anstrengen, um die Blätter zu erobern. Damit ist auch klar: Der Tee vom Ackerschachtelhalm lässt sich sehr gut vorbeugend einsetzen. Doch auch, wenn der Pilz die Blätter bereits befallen hat, schlägt die gelöste Kieselsäure wirksam zu. Die Jauche hilft übrigens auch im Kampf gegen Blattläuse.
Und so geht’s: Zerkleinern Sie 100 Gramm frische Triebe des Ackerschachtelhalms und übergießen Sie das Grün mit einem Liter Wasser. Der Sud muss nun 24 Stunden ziehen. Mit aufgekochtem Wasser reduziert sich die Wartezeit um die Hälfte. Bevor die Pflanzen besprüht werden können, sollte die Jauche zunächst durch ein Sieb geschüttet und danach im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnt werden. Bei Gießwasser genügt das Mischverhältnis 1:10.
Tipp: Sollten in Ihrem Garten kein Ackerschachtelhalm wachsen, sammeln Sie ihn in der Natur. Auf feuchten Böden fühlt sich das auch als Zinnkraut bekannte Gewächs besonders wohl. Er gilt als sogenannte Zeigerpflanze für Staunässe im Boden.

Paradeiser im Hochbeet

Der Tausendsassa für Haushalt und Küche nimmt es auch mit dem Echten Mehltau auf. Vermischt mit Rapsöl und etwas Wasser attackiert er den Pilz nachhaltig. Wasser und Backpulver verbinden sich zu einer schwachen Lauge, die dem Mehltau überhaupt nicht schmeckt. Die im Öl enthaltenen Lecithine mag der Schädling ebenfalls nicht.
Tipp: Auf ein Päckchen handelsübliches Backpulver kommen zwei Liter lauwarmes Regenwasser. Abgerundet wird dieser Anti-Mehltau-Mix mit etwa 20 Millilitern Rapsöl. Die betroffenen Pflanzen etwa alle 14 Tage mit der Lauge behandeln.
Wie der Milch-Wasser-Mix, eignet sich das Gemisch nur bei Befall mit Echtem Mehltau. Dem Falschen Mehltaupilz kommt man mit Backpulver nicht bei.

Zucchini im Hochbeet

Milchsäurebakterien sind ein unnatürlicher, aber ausgesprochen effizienter Feind des Echten Mehltaus. Und deshalb bei vielen Gärtnern die beliebteste Haushaltswaffe, um den Pilz von den Pflanzen zu verjagen. Richtig angewendet, besiedeln die Bakterien die Blattoberseite der betroffenen Pflanzen und machen dem nervigen Pilzrasen damit das Überleben schwer bis unmöglich. Dazu stärkt das in Milch, aber auch Molke und Buttermilch enthaltene Natriumphosphat die Abwehrkräfte der befallenen Pflanze. Man schlägt also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Und das Beste: Das kinderleicht herzustellende Präparat kann auch vorbeugend eingesetzt werden.
Tipp: Vermischen Sie Roh- oder Vollmilch im Verhältnis 1:8 bis 1:10 mit Wasser. Auf 200 Milliliter Milch kommen in diesem Fall 1,6 bzw. zwei Liter Wasser. Füllen Sie den Mix in eine Sprühflasche. Und dann: Feuer frei – am besten mehrmals die Woche und möglichst bei trockenem Wetter.
Bei Falschem Mehltau verfehlt das Milch-Wasser-Gemisch seine Wirkung. Hier befällt der Pilz vor allem die Blattunterseiten. Die sind mit der Sprühmethode nur sehr umständlich und kaum vollständig zu erreichen.
Wichtig: Das Milch-Wasser-Gemisch entfaltet seine Wirkung vor allem und am besten bei leichtem Befall mit Echtem Mehltau.

Starkes Gebräu aus Backpulver und Rapsöl

Liegen Zucchini und Kürbisse zu feucht, beginnen sie schnell zu faulen. Bleibt es weiterhin regnerisch und nass, lohnt es sich, die Früchte auf trockenen Untergrund zu legen. Dafür eignen sich eine Strohschicht oder Holzbretter. Faulen die Zucchini trotz der trockenen Unterlage, kann es an großen Unterschieden zwischen Tages- und Nachttemperaturen liegen. Ein zu schattiger Standort und zu reichliche Düngergaben können ebenfalls zum vorzeitigen Abstoßen der Früchte führen. Witterungsbedingter Kalziummangel ist ein typischer Auslöser der Fäule. Eine kalziumbetonte Blattdüngung, wie sie gegen Stippe oder Blütenendfäule eingesetzt wird, kann helfen – allerdings nicht bei den kranken, sondern nur bei neuen Früchten.